Geschichte

TCS Historie

So fing 1973 alles an

 

Das hätte sich die schöne Albtalgemeinde Schöllbronn sicher auch nicht träumen lassen, dass innerhalb ihrer Gemarkung einmal aktiv der Tennissport betrieben wird – Tennis als Freizeitbeschäftigung für immerhin rund 260 Bürger aus Schöllbronn und den umliegenden Gemeinden. Und das zu einer Zeit, als der ‚Weiße Sport‘ noch als Elite-Freizeitbeschäftigung galt und sich erst sehr langsam auf den Weg zum Volkssport machte.

Angefangen hat ja eigentlich alles damit, dass Karl-Heinz Dähne im Jahre 1973 schon ein paar Jahre Mitglied im – auch erst neugegründeten – Tennisclub Mörsch war und für jedes Match eine Strecke von rund 30 Kilometern zurückzulegen hatte. Das war zu einer Zeit, als in Schöllbronn der neue Sportplatz am Waldesrand gebaut wurde. Also, so dachte er sich, dann könnte man ja mit Hilfe des alten Sportplatzes Schöllbronn zum „Tennisdorf“ machen.

Doch schon bei seiner ersten Kontaktaufnahme mit Bürgermeister Franz Wipfler Mitte 1973 – Schöllbronn war zu dieser Zeit noch eine selbständige Gemeinde mit noch weit unter 2.000 Einwohnern – musste er erfahren, dass dieses Gelände Eigentum des Turn- und Sportvereines Schöllbronn ist, also für den Bau von Tennisplätzen nicht zur Verfügung stehen würde. Doch unterhalb des neuen Sportplatzes lag noch ein Stück abgeholztes Gemeindeland brach. Dieser Zipfel – da waren sie sich sehr schnell einig – war nach Größe und Lage für ein paar Tennisplätze bestens geeignet.

Es dauerte auch gar nicht lange, da riefen ihn schon einige Bürger aus Schöllbronn und Schluttenbach an und bekundeten ihr Interesse am Tennisspielen. Zu dritt – mit Gerd Andretzky und Karl-Heinz Zimmermann – haben sie dann anlässlich eines Vereinsfestes im Festzelt auf der Wiese neben „Lumpen-Hans“ (die heutige Vereinshalle existierte zu dieser Zeit noch nicht) weitere Pläne geschmiedet. Niemand konnte damals natürlich ahnen, dass sich in diesem Festzelt bei strömendem Regen schon der zukünftige erste TCS-Vorstand fast komplett versammelt hatte.

Und dann ging alles – dank der uneingeschränkten Aufgeschlossenheit von Bürgermeister Wipfler und seinem Gemeinderat – sehr schnell. Das musste es auch, denn zur selben Zeit führte man auch in der Nachbargemeinde Spessart intensive Gespräche im Zusammenhang mit der Gründung eines Tennisclubs. Also fand schon am 20. November 1973, einen Tag nach der Zustimmung durch den Schöllbronner Gemeinderat, die Gründungsversammlung für den Tennisclub Schöllbronn in der TSV-Gaststätte statt; 58 Anwesende wurden auf der Stelle TCS-Mitglied.

Dann wurde tüchtig gebaut, und schon am 25. Mai 1974 flogen die ersten weißen Bälle – gelbe gab es zu dieser Zeit noch nicht – auf den drei ersten Plätzen der neueröffneten Tennisanlage.